Bitcoin.de Erfahrungen & Test - Der deutsche Krypto-Marktplatz unter der Lupe

Bewertung
1,6
Note: Sehr gut
Jetzt zu bitcoin.de:
Börse / Broker / Marktplatz Krypto-Marktplatz
Trust-Check Bestanden
Euro (Fiat) / Krypto Euro Krypto
Zahlungsarten Banküberweisung (SEPA)
Coins Bitcoin Ethereum Bitcoin Cash Bitcoin Gold

Der bekannteste deutsche Marktplatz, auf dem mit den Kryptowährungen gehandelt werden kann, ist Bitcoin.de. Insbesondere für Krypto-Neulinge in Deutschland ist dies eine der Top-Adressen, um mit Kryptowährungen zu handeln. Dies resultiert nicht zuletzt aus dem deutschen Firmensitz samt .de-Domain und dem deutschsprachigen Support. Höchste Zeit also, dass wir uns in unserem Bitcoin.de Test im Detail mit dem Angebot auseinandersetzen und von unseren Erfahrungen berichten.er

Die Plattform Bitcoin.de im Überblick

Am Markt seit 2011
Sitz der Krypto-Börse Deutschland Deutschland
Sprache (Weboberfläche) Deutsch Deutsch Englisch Englisch

Vor der detaillierten Auseinandersetzung mit den Inhalten und unseren Erfahrungen auf Bitcoin.de richtet sich der Blick auf das Unternehmen selbst. Die Plattform ist ein Angebot der Bitcoin Deutschland AG, die am 26. August 2011 als deutscher Ableger der Bitcoin Group SE gegründet wurde. Im Portfolio des Unternehmens ist die Handelsplattform für Kryptowährungen Bitcoin.de das Hauptprodukt. Seinen Sitz hat das Unternehmen im beschaulichen Herford in Nordrhein-Westfalen.

Bitcoin.de Homepage

Zum Ende des Jahres 2017 bezifferte die Bitcoin Deutschland AG die Anzahl der Kunden auf über 665.000. Dabei erlebte die Handelsplattform in diesem Kalender- und zugleich Geschäftsjahr 2017 einen rasanten Anstieg. Angestrebt waren zu diesem Zeitpunkt 480.000 Kunden. Anfang Februar 2018 wurde die Kundenzahl bereits mit 715.000 angegeben – Tendenz weiter steigend.

Auf Bitcoin.de wurde nach Angaben des betreibenden Unternehmens im Jahr 2017 ein Volumen von 1,2 Milliarden Euro platziert. Somit trug der deutsche Ableger 9,52 Prozent zum weltweiten Umsatz der Bitcoin Group SE bei.

Sicherheit und Seriosität

2FA (2-Faktor-Authentifizierung)

Mit der Bitcoin Deutschland AG als Betreiber von Bitcoin.de wird dem Nutzer direkt ein großes Stück Sicherheit und Seriosität vermittelt. Da die Handelsplattform somit komplett nach den Rechtsvorschriften in Deutschland und der Europäischen Union arbeitet, ist der Nutzer hier auf der sicheren Seite. Die Gelder der Kunden verbleiben auf den Bankkonten, sodass die in der EU verpflichtende Einlagensicherung von bis zu 100.000 Euro für das Konto gilt.

Ferner prüft eine öffentlich-rechtliche deutsche Wirtschaftsprüfgesellschaft die Kundenbestände des Unternehmens.

Ebenso ist es wichtig, dass 98 Prozent der Bitcoin-Kundenbestände offline gesichert werden und das komplette Netzwerk einer Verschlüsselung auf der Grundlage digitaler Signaturen obliegt, was in unserem Bitcoin.de-Testbericht für Extrapunkte gesorgt hat.

2FA und Yubikey sichern den Account

Der Handelsplatz verfügt über eine 2-Step-Verification / 2-Faktor-Authentifizierung, die die Sicherheit des eigenen Accounts erhöht. Nach der Aktivierung der 2-Faktor-Authentifizierung muss neben einem herkömmlichen Passwort noch ein Einmal-Passwort festgelegt werden, das das Smartphone anzeigt. Generiert wird dies über Apps wie Google Authenticator (Android/iPhone/BlackBerry), Amazon AWS MFA (Android) oder Authenticator (Windows Phone). Wichtig ist, dass die App nicht gelöscht wird, da dann der Zugriff auf den Account genauso nicht mehr möglich ist wie beim Verlust des Geräts – außer der QR-Code wurde abgespeichert.

Darüber hinaus kann die 2-Faktor-Authentifizierung auch mit einem Yubikey ausgeführt werden. Dabei handelt es sich um Einmalpasswörter, generiert auf der Basis kryptografischer Funktionen. Vor allem mit der Yubikey-Lösung konnten wir auf Bitcoin.de gute Erfahrungen machen.

Namen sorgt für Verwirrung: Es kann nicht nur mit Bitcoins gehandelt werden

Coin-Anzahl 4
Bitcoin Bitcoin
Ethereum Ethereum
Bitcoin Cash BCash (Bitcoin Cash)
Bitcoin Gold Bitcoin Gold

Wer sich noch nicht lange in der Welt der Kryptowährungen bewegt oder sogar zum ersten Mal darin eintaucht, der könnte bei der Einschätzung von Bitcoin.de falsch liegen. Auch wenn der Name dies nicht unbedingt erwarten lässt: Auf der größten europäischen Plattform kann nicht nur mit der bekanntesten Kryptowährung Bitcoin gehandelt werden, sondern auch mit ein paar anderen Coins, was unseren Bitcoin.de-Erfahrungen nach genauso reibungslos vonstattenging.

Natürlich steht der Handel mit Bitcoin, Bitcoin Cash und Bitcoin Gold im Vordergrund. Doch es kann auch die Kryptowährung Ethereum gekauft und angeboten werden. Diese Option wird auch von zahlreichen Käufern und Verkäufern genutzt, sodass nicht nur eine breite Palette an Handelsmöglichkeiten der Bitcoin-Varianten zur Verfügung steht. Wichtig ist hierbei, dass Bitcoin.de selbst lediglich als Peer-to-Peer-Netzwerk agiert, bei dem Verkäufer und Käufer zusammengebracht werden. Die Kryptowährungen werden direkt vom Käufer selbst gekauft, der auch den Betrag überwiesen erhält.

Der Handel von „Bitcoin SV“ wird aktuell nur in einer Beta-Phase und manuell überwacht angeboten. Aus diesem Grund ist der Bitcoin-SV-Handel nur von Montag-Freitag und nur für ausgewählte Nutzer der Plattform möglich. Zu einem späteren Zeitpunkt wird diese Möglichkeit für alle Kunden freigeschaltet.

Die Gebühren & Kosten auf Bitcoin.de

Kosten für Kontoeröffnung € 0,00
Gebühren Kauf 0,8% - 1,0% (Wird zwischen Käufer und Verkäufer jeweils zur Hälfte aufgeteilt)
Gebühren Verkauf 0,8% - 1,0% (Wird zwischen Käufer und Verkäufer jeweils zur Hälfte aufgeteilt)

Da es sich bei Bitcoin.de um einen Marktplatz handelt, werden für den Kauf und Verkauf der Kryptowährungen natürlich Gebühren fällig. Die Marktplatzgebühr beträgt hierbei

  • 0,8% beim Kauf/Verkauf des Express-Handels
  • 1,0% bei der Nutzung des SEPA-Handels

Hierbei werden die Gebühren jeweils zur Hälfte vom Verkäufer und vom Käufer getragen. Somit ergeben sich reale Kosten von 0,4% beim Express-Handel bzw. 0,5% beim SEPA-Handel.

Diese Gebühren sind auf dem Markt des Handels mit Kryptowährungen erstklassig, werden bei anderen Anbietern doch mitunter mehr Kosten berechnet. Zu beachten gilt es auch, dass mindestens 60 Euro zum aktuellen Bitcoin-Kurs angeboten oder angefragt werden müssen.

Wenn ein Handel über die Trading-API ausgeführt wird, gibt es einen Kickback von bis zu 25% auf die Gebühr.

Wird über Fidor-Express gehandelt, ist die von der Fidor Bank erhobene Gebühr zu beachten, die direkt vom Bankkonto eingezogen wird:

  • Käufergebühr für den „jetzt-sofort-Kauf“ im Rahmen der beschleunigten Transaktionsabwicklung: 0,1 % des Kaufpreises
  • Verkäufergebühr für den „jetzt-sofort-Verkauf“ im Rahmen der beschleunigten Transaktionsabwicklung: 0,1 % des Kaufpreises

Fidor-Express: Fidor Bank-Kunden im Vorteil

Gehandelt wird auf dem Marktplatz mit Bitcoin, Bitcoin Cash, Bitcoin Gold und Ethereum. Dabei muss beachtet werden, dass mit der SEPA-Überweisung nur eine Einzahlungsmöglichkeit installiert worden ist.

So können also beispielsweise keine Ein- oder Auszahlungen per Kreditkarte oder PayPal vorgenommen werden, was durchaus ein Schwachpunkt in unserem Bitcoin.de Test darstellt. Bezahlt macht sich ein Konto bei der Fidor Bank. Damit nämlich lässt sich der Express-Handel nutzen. In diesem Fall bekommen Verkäufer sofort das Geld für den jeweiligen Handel gutgeschrieben und Käufer die Bitcoins direkt gutgeschrieben – sofern beide Partner beim Handel mit den Kryptowährungen auf Bitcoin.de über ein Fidor Bank Konto verfügen und jeweils für den Express-Handel freigeschaltet sind. Falls nicht, muss der Weg über die klassische Überweisung gewählt werden.

Auszahlungen sind übrigens ab einem Betrag von 30 Euro möglich, wobei die Auszahlungsgebühren abhängig von der Gebühr ist, die vom Bitcoin-Netzwerk veranschlagt wird. Der aktuelle Wert ist stets auf der Homepage sichtbar.

Aufgrund der sehr viel höheren Handelsgeschwindigkeit konnten wir mit Fidor-Express bessere Erfahrungen als mit SEPA-Überweisungen auf Bitcoin.de machen.

Fidor-Express-Handel aus Käufersicht

Einfache Registrierung

Wenn wir mit unserem Test einen Einblick zu Bitcoin.de geben, sollten wir natürlich auch auf den Anmeldeprozess schauen.

Hier fällt schnell auf, dass die Anmeldung und Registrierung bei der deutschen Handelsplattform trotz der gesetzlichen Bestimmungen hierzulande eine recht einfache Handhabung aufweist, die zudem mit einem großen Maß an Sicherheit glänzt. Zunächst gilt es, einen Benutzernamen und ein Passwort anzulegen, sowie die E-Mail-Adresse zu bestätigen. Daraufhin erhaltet Ihr per E-Mail einen Bestätigungslink. Wird dieser angeklickt, müssen die persönlichen Daten und die Adresse im nächsten Schritt des Anmeldeprozesses eingegeben werden.

Bevor Ihr auf Bitcoin.de handeln könnt, müsst Ihr aber noch Eure Rufnummer und Euer Bankkonto verifizieren, was unserer Erfahrung nach problemlos funktioniert hat. Die Rufnummer wird einfach per Code bestätigt, den Ihr per SMS erhaltet.

In Sachen Verifizierung des Bankkontos ergibt sich aus der schon erläuterten Kooperation mit der Fidor Bank ein weiterer Vorteil. Denn durch die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen werden Fidor Bankkonten innerhalb weniger Sekunden verifiziert. Ansonsten muss per Überweisung über Sofort ein Cent-Betrag zu Bitcoin.de überwiesen werden.

Danach könnt Ihr dann auf Bitcoin.de handeln, was in unserem Bitcoin.de-Test gut geklappt hat. Jedoch solltet Ihr die Begrenzungen beachten. Pro Kalenderjahr können zunächst 2.500 Euro gehandelt werden, wobei die jeweiligen Transaktionen 1.000 € nicht übersteigen dürfen. Auch hier lohnt sich übrigens wieder, mit einem Konto der Fidor Bank zu handeln, fallen hier doch die Limits weg. Ebenso kann eine Post- oder VideoIdent-Verifizierung erfolgen, um diese Limits zu umgehen.

Die verschiedenen Trust-Level

Bei Bitcoin.de muss man sich gegenüber der Plattform erst einen gewissen „Trust„, also Vertrauen erarbeiten. Ein höherer Trust-Status hat zur Folge, dass mit höheren Beträgen gehandelt werden darf.

Der jeweilige Trust-Level ist von zwei Faktoren abhängig: Welches Umsatzvolumen man bisher erreicht hat und der prozentuale Anteil positiver Bewertungen von anderen Teilnehmern des Marktplatzes.

Jeder neue Nutzer beginnt im Bronze-Level und kann mit steigendem Umsatzvolumen die Level Silber, Gold oder sogar Platinum erreichen. Ins Umsatzvolumen zählt übrigens immer Kauf UND Verkauf mit hinein, was die einzelnen Level besser erreicht macht.

Höhere Trust-Level erlauben den Handel mit höherem Volumen sowie größeren Auszahlungen pro Tag.

Trust-Level bei Bitcoin.de

Wichtige Punkte, die zu beachten sind

Bitcoin.de hat darüber hinaus noch weitere Vorzüge zu bieten. So glänzt der deutsche Anbieter mit einem deutschen Support. Neben einem FAQ-Bereich kann der Support auch angeschrieben werden. Allerdings fehlt hier doch die Möglichkeit eines telefonischen Supports oder ein Live-Chat.

Zudem kann Bitcoin.de auch per App genutzt werden, die sowohl für Android als auch für iOS vorliegt.

Für Einsteiger ist die Webseite von Bitcoin.de zudem enorm übersichtlich, finden sich hier doch nicht nur die aktuellen Kaufs- und Verkaufsangebote, die im Sekundentakt erneuert werden. Vielmehr werden auch aktuelle News, ein Forum sowie die Entwicklung des Kurses der jeweiligen Kryptowährung in den letzten 48 Stunden mit einem Chart angeboten. Dies ist für eine Schnell-Analyse durchaus ein brauchbares Tool – für Langzeitstrategen aber natürlich längst nicht genug. Sie müssen sich an Hilfsmitteln anderer Quellen orientieren.

Unser Test-Fazit zu den Bitcoin.de Erfahrungen

Beim Blick auf unsere Bitcoin.de Erfahrung können wir insbesondere Anfängern Bitcoin.de durchaus für den Handel mit Bitcoin und Ethereum empfehlen. Alternativ empfiehlt sich ein Blick auf den Konkurrenten eToro zu werfen.

Insbesondere der Sitz der Betreiberfirma in Deutschland sorgt für Pluspunkte. So verfügt der Anbieter über einen deutschen Firmensitz, einen wie sich in unserem Test herausgestellt hat – ausbaufähigen – Support in deutscher Sprache und obliegt den deutschen Gesetzen.

Bitcoins lassen sich lagern, ohne sie in ein eigenes Wallet übertragen zu müssen.

Zudem ist die Gebührenstruktur bei der deutschen Handelsplattform für Kryptowährungen herausragend. Nach unserer Erfahrung solltet Ihr aber ein Bankkonto bei der Fidor Bank besitzen, beziehungsweise eröffnen. Nur dann könnt Ihr den Express-Handel nutzen. Der reguläre Vorgang beim Handel ist durchaus zeitintensiv. Zudem obliegt Ihr auch den Limits, wenn Ihr kein Fidor Bank Kunde seid. Dass die Bitcoin Deutschland AG als Vermittler für die Fidor Bank tätig ist und von daher Kunden dieser Bank bevorzugt werden, wird teilweise durchaus kritisch gesehen. Unter dem Strich aber ist Bitcoin.de zu empfehlen.

Handelsvorgang / Trade-Abwicklung
92%
Sicherheit
93%
Gebühren & Kosten
95%
Einzahlungsmöglichkeiten
70%
Bewertung
1,6
Note: Sehr gut
Welche Erfahrungen konntest du mit Bitcoin.de machen? Hinterlasse dazu gerne einen Kommentar zu diesem oder einem anderen auf diesen Krypto-Anbieter bezogenen Thema und diskutiere mit uns sowie anderen Nutzern darüber.

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Daniel Schlitt
Daniel Schlitt

Daniel ist leitender Redakteur bei kryptowaehrungen.kaufen und kann beruflich auf mehrere Jahre als Journalist und mehr als acht Jahre in der Finanzbranche zurückblicken. Nach seinem VWL-Studium spezialisierte sich Daniel auf Finanzmathematik, war Finanzanalyst bei einer großen Investmentgesellschaft und knüpfte bereits in dieser Zeit Kontakte in die Blockchain-Szene. Seit 2014 bestimmen Kryptowährungen sein Leben. Heute schreibt er darüber und führt ein Startup-Unternehmen in dem Bereich.

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