Wer ist Satoshi Nakamoto?

Um Satoshi Nakamoto ranken sich viele Legenden und Mythen, aber wer ist der Mann bzw. die Person überhaupt? Bislang wird viel spekuliert, denn niemand weiß so genau, wer sich hinter dem Charakter bzw. dem Pseudonym versteckt. Sogar die NSA hat sich eingeschaltet und versucht, Satoshi Nakamato zu identifizieren. Angeblich ist die Person, welche für den Erfolg von Bitcoin verantwortlich ist, in Japan zu Hause. Stellt sich die Frage, wer hinter dem Charakter eigentlich steckt. Wir begeben uns auf Spurensuche.

Der Gründer von Bitcoin und sein Pseudonym

Das größte Geheimnis in der heutigen technischen Welt ist nicht, wie Bitcoin funktioniert, sondern wer der Schöpfer von Bitcoin ist. Am 31. Oktober 2008 veröffentlichte jemand unter dem Namen Satoshi Nakamoto ein Whitepaper über eine Kryptografie-Mailingliste. Dieses Ereignis veränderte die Geschichte des Geldes und war ausschlaggebend für viele Spekulationen: Wer ist das Mastermind dahinter? Seit der Entstehung von Bitcoin haben viele Journalisten und Krypto-1 versucht, den Macher hinter Bitcoin zu enttarnen und begaben sich auf Spurensuche. Das Ergebnis: es kursierten immer wieder zahlreiche Namen in den Medien, doch nie Worte einer tatsächlich bestätigt und als Satoshi Nakamoto verifiziert.

Was wissen wir über den Macher von Bitcoin?

Um die Spurensuche noch besser vorantreiben zu können, schauen wir uns zunächst an, was sie eigentlich über den Macher von Bitcoin wissen. Mit seinem neunseitigen Dokument, welches über die Kryptographie-Mailingliste an Halloween 2008 verschickt wurde, schlug er ein neues elektronisches Zahlungssystem vor, welches vollständig Peer-to-Peer ist, ohne vertrauenswürdige Dritte einbeziehen zu müssen. Er kreierte das Bitcointalk-Forum und veröffentlichte die erste Nachricht unter dem Pseudonym satoshi. Am 3. Januar 2009 generierte Satoshi den ersten Bitcoin-Block, den sogenannten „Genesis-Block“.

Pseudonym Mitarbeiter bekannt?

Im Laufe des Jahres 2010 arbeitete Satoshi Nakamoto mit anderen Entwicklern zusammen, um das Bitcoin-Protokoll zu modifizieren. Er war in die Bitcoin-Community eingebunden und korrespondierte häufig mit ihnen. Dann übergab er plötzlich die Schlüssel und Codes an Gavin Andresen und übertrug Domains an Mitglieder der Gemeinschaft und stellte Ende 2010 die Arbeit an dem Projekt ein; verschwand von der Bildfläche. Am 23. April 2011 tauchte Satoshi Nakamoto erneut auf, um eine allerletzte Nachricht für die Community zu veröffentlichen. Der Entwickler Mike Hearn fragte, ob das Bitcoin-Mastermind plant, wieder in der Gemeinschaft aktiv zu werden und prompt gab es eine Antwort: „I’ve moved on to other things. It’s in good hands with Gavin and everyone.“ – er hatte sich also bereits anderen Dingen und Projekten verschrieben. Seitdem ist es ruhig um Satoshi Nakamoto geworden und er trat auch nie wieder in die Öffentlichkeit. Das fördert natürlich die Spekulationen und führt zu immer neueren Annahmen.

Könnten sie die Bitcoin-Masterminds sein?

Wir haben uns auf Basis der zahlreichen Berichte rund um die Spekulationen zu Satoshi Nakamoto die aussichtsreichsten Kandidaten herausgesucht und möchten sie näher vorstellen. Ist einer von ihnen tatsächlich das Genie, welches den Stein mit der Entwicklung der Kryptowährung überhaupt erst ins Rollen brachte?

Vili Lehdonvirta

Der finnische Professor war einer der ersten, der 2011 mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto in Verbindung gebracht wurde. Allerdings machte er bei einem Interview mit einem New Yorker-Autor selbst vermeintlichen Spekulationen ein Ende, denn der 31-jährige erklärte, dass er überhaupt keine Kryptografiekenntnisse besitzt. Alles nur ein gekonnter Schachzug, um von seinem eigentlichen Genie abzulenken?

Paul Le Roux

Er hat ein Online-Pharma-System kreiert, welches seinesgleichen sucht. Um die Abwicklungen noch schneller und vor allem fälschungssicher vornehmen zu können, wäre Bitcoin die ideale Lösung. Aber hatte Le Roux tatsächlich das Zeug, um die wichtigste Kryptowährung zu kreieren? Zumindest hätte er durch seine Unternehmensaktivitäten echte Vorteile davon gehabt. Dagegen spricht hingegen, dass Satoshi bei seinen Veröffentlichungen immer äußerst zurückhaltend und bescheiden wirkt; das ganze Gegenteil von Le Roux, der gern als Lebemann auftritt.

Gavin Andresen

Gavin Andresen ist der Bitcoin-Entwickler, dem Satoshi bei seinem Ausscheiden im Jahr 2010 die Leitung übergeben hat. Aber versteckt sich hinter dem Namen tatsächlich ein und dieselbe Person? Viele Experten und Krypto-Fans sind sich einig, dass Andresen der wohl aussichtsreichste Kandidat für das Pseudonym wäre, denn der Schreibstil beider ähnelt sich sehr.

Hal Finney

Ein Name, der mit dem Bitcoin-Entwickler ebenfalls immer wieder eng verknüpft wird, ist Hal Finney. Finney machte keinen Hehl daraus, ein enormes Potenzial in Bitcoin zu sehen, und äußerte sich indes positiv und in vielerlei Hinsicht identisch wie Satoshi. Allerdings gibt es auch berechtigte Zweifel, den Finney stellte Satoshi selbst im Forum die Frage, ob er sich künftig wieder an dem Projekt beteiligt. Welchen Sinn würde es machen, wenn er mit sich selbst spricht? Oder ist dies nur eine weitere Vertuschung der bereits aufgenommenen Spur des Bitcoin-Masterminds?

Dorian Satoshi Nakamoto

Haben wir hier das offensichtliche bereits vor Augen? Der Name ist nahezu identisch mit dem des Bitcoin-Machers, warum also nicht? Angeblich lebte Dorian Satoshi Nakamoto nur wenige Blocks vom Bitcoin-Gründer entfernt (wie Hal Finney ebenfalls). Das Foto von Dorian Satoshi Nakamoto ging mittlerweile sogar um die Welt und wurde zum Sinnbild für das Satoshi Nakamoto-Pseudonym. Ist er nur aufgrund des Zufalls des gleichen Namens zum Gesicht geworden oder steckt tatsächlich der kluge Kopf selbst dahinter?

Daniel Schlitt
Daniel Schlitt

Daniel ist leitender Redakteur bei kryptowaehrungen.kaufen und kann beruflich auf mehrere Jahre als Journalist und mehr als acht Jahre in der Finanzbranche zurückblicken. Nach seinem VWL-Studium spezialisierte sich Daniel auf Finanzmathematik, war Finanzanalyst bei einer großen Investmentgesellschaft und knüpfte bereits in dieser Zeit Kontakte in die Blockchain-Szene. Seit 2014 bestimmen Kryptowährungen sein Leben. Heute schreibt er darüber und führt ein Startup-Unternehmen in dem Bereich.

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